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von Léoma Caladhiel
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Leopoldsberg

Wien

5 4 Beiträge

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3 Beiträge zum Platz "Leopoldsberg" auf Deutsch

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Benutzerfoto: Léoma Caladhiel
Léoma Cal...
Wien
393 Beiträge
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5 Sterne für Leopoldsberg
Beitrag zu Leopoldsberg vom 11 August 2010
(aktualisiert am 22 April 2012 )

Der Leopoldsberg ist im Gegensatz zum bekannteren Kahlenberg mit seiner modernen Aussichtsterrasse ein ruhiger und idyllischer Ort, der schon ab dem 9.Jh. v. Chr. besiedelt war und an dem sich im 2.Jh. v. Chr. eine keltische Siedlung befand.
Der 425m hohe Berg liegt im Wienerwald am nördlichsten Punkt des gebirgigen Westrandes von Wien und bildet zusammen mit dem nördlicheren Bisamberg die Wiener Pforte, durch die die Donau in das Wiener Becken einfließt.
Die erste urkundliche Erwähnung des Berges gibt es in den 1130er Jahren als „de Chalwenberge“ (der Berg wurde erst im späten 17.Jh. in Leopoldsberg umbenannt). Für 1304 sind Weingärten am Nordhang des Berges belegt. Große historische Bedeutung erlangte der Leopoldsberg im Zuge der zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683, als das Entsatzheer (eine vom Papst initiierte Koalition) unter dem polnischen König Jan III. Sobieski vom Leopoldsberg aus die Osmanen angriff und die belagerte Stadt befreite. 1873 wurde der Berg mit einer in Richtung des Kahlenberges führenden Seilbahn zum ersten Mal für eine größere Zahl von Besuchern erschlossen und seit den 1930er Jahren existiert die Höhenstraße in ihrer heutigen Form.

In der Mitte des 12.Jhs. wurde auf dem damals noch Kahlenberg genannten Berg eine Höhenburg als Residenz für den babenbergischen Markgrafen Leopold III. erbaut. Eine Burgkapelle St. Georg ist seit 1338 nachweisbar. Die Burg wechselte häufig den Besitzer und ist nach der Zerstörung während der ersten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1529, bei der sie vor der Ankunft der Osmanen in Brand gesteckt wurde, leider nur mehr in Resten erhalten.
Nachdem 1679 wieder eine Kapelle am Burgplateau errichtet worden war, ließ Kaiser Karl VI. 1720 daneben ein Schloss erbauen, welches gegen Ende des 19.Jhs. beschädigt wurde.
Um die alte Burg ranken sich zahlreiche Spukgeschichten über nächtliche Lichter, die in der Ruine vom Dorf am Fuße des Berges aus zu sehen sind. Seit der Schließung des Restaurants vor ein paar Jahren verfällt das Gebäude, das an der Ostseite eine neogotische Loggia besitzt, leider immer mehr, was die an manchen Tagen geheimnisvolle Ausstrahlung der Burg noch verstärkt.

Auf dem Areal der Ruinen liegt auch die kleine St.-Leopoldskirche, ein auf Fernwirkung ausgerichteter Zentralbau mit Doppelturmfassade, der in der zweiten Hälfte des 17.Jhs. gebaut und in der Mitte des 18.Jhs. ausgestattet wurde. Nachdem die Kirche dem heiligen Leopold geweiht worden war, erhielt der Berg seinen heutigen Namen.
Weiters wurde innerhalb der alten Burgmauern auf dem Fundament eines Turmes das Heimkehrer-Gedächtnismal (von 1948) mit seiner Feuerschale aufgestellt, von dessen Plattform man den besten Blick über das Wiental bekommt. Vor allem an warmen Sommertagen ist dies ein wirklich schöner, sehr entspannender Platz. Zudem befinden sich an den Mauern und am Gedächtnismal einige Gedenktafeln (z.B. für Markgraf Leopold III., Turnvater Jahn, Kaiserin Elisabeth).
Der 1800 durch den Feldmarschall de Ligne (damaliger Besitzer des Schlosses) angelegte Nasenweg ist ein zum Promenadenweg ausgebauter Jagdsteig und führt unterhalb der Burgmauern zum Kahlenbergerdorf herunter. Der steile Weg verfügt über einige Aussichtspunkte, die einen guten Blick auf die Leopoldskirche und die Weingärten bieten.

Von dem alten Burggelände auf diesem letzten Gipfel des Kahlengebirges aus hat man einen tollen Ausblick über die Stadt auf der einen und das Donautal auf der anderen Seite des Leopoldsberges. Im Nordosten kann man über das Marchfeld bis zu den kleinen Karpaten schauen, im Südosten reicht die Sicht bis zum Leithagebirge und im Süden sind die Voralpen zu erkennen.
Vor allem am frühen Abend ist der Leopoldsberg, der zu meinen absoluten Lieblingsorten in Wien gehört, ein wunderschöner, kraftvoller und mystischer Platz mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

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Benutzerfoto: Plobb
Plobb
Klosterne...
27 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Leopoldsberg
Beitrag zu Leopoldsberg vom 20 Oktober 2009

Nicht ganz so überlaufen wie der Kahlenberg aber auch ein super Ausblick über Wien und Klosterneuburg. Leider ist das Restaurant dort oben schon seit Ewigkeiten geschlossen und verfällt schon langsam.

Deine Chance, das erste Kompliment zu vergeben. Kompliment

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Benutzerfoto: wrnr
wrnr
Leipzig
199 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Leopoldsberg
Beitrag zu Leopoldsberg vom 12 Januar 2007

Ist mir noch lieber als der Kahlenberg, da die Aussicht auch nach Westen geht und man ins Tullner Feld blicken kann und die Burg Kreuzenstein richtig idyllisch daliegt. Der Blick nach Wien ist auch sehr schön und von mehreren Plätzen möglich. An der Kirche am Leopoldsberg gibt's ein Schild: "Weiland Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Elisabeth hat im Mai des Jahres 1896 von diesem Platze aus weite Umschau gehalten." Na dann: aufi!

Empfehlung: mit dem 38A bis zum Kahlenberg fahren, von dort zum Leopoldsberg spazieren, die "weite Umschau" geniessen, über den Nasenweg runter zum Kahlenbergerdorf und dort zum Heurigen.

Stadtwanderweg: http://www.wien.gv.at/wald/wandern/stww1a.htm

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  • emililly, 24 Februar 2008: Und von der Maschekseite also vom Kahlenbergerdorf habe ich gerade unter "Nasenweg" einen Beitrag verfasst.
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